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Not macht erfinderisch

Als uns Mitte März die Corona-Pandemie erwischte, war es plötzlich bundesweit untersagt Musikunterricht zu erteilen. Und damit war unsere Musikschule mit einem Schlag geschlossen.

 

Es fielen dadurch tragischerweise auch diverse Veranstaltungen ins Wasser:

 

Unser Frühlingsfest

Über mehrere Tage verteilt haben unsere Schüler*innen normalerweise in den unterschiedlichsten Genres vorgespielt. Groß und Klein eroberten nach intensiven Vorbereitungen die Bühne. Die Projektphase war auf dieses Finale ausgerichtet. Zu Corona-Beginn hätte es stattfinden sollen. Doch…leider durfte es nicht sein. Aus gutem Grund.

 

Das Kinderprogramm

Die Kinder, Instrumentalisten, Chöre und Orchester fieberten dem jährlichen großen Kinderkonzert immer entgegen. Doch… leider durfte es auch nicht sein. Aus gutem Grund.

 

Straßenmusikfest

Unser jährliches Straßenmusikfest musste ausfallen, weil wir als Veranstalter in der Innenstadt nicht gewährleisten konnten, dass das Publikum Abstand hält.

Und auch der angekündigte „Tag der offenen Tür“, der das Haus sonst immer mit zahlreichen Besuchern füllte, wird aus denselben Gründen abgesagt.

… und der Unterricht durfte auch nicht mehr gegeben werden!

 

Regelmäßiger Unterricht

Der für die Musikschüler*innen bisher Alltag war, brach plötzlich weg. Das bedauerten sogar die sonst nicht ganz so Übungsbeflissenen.

Und so wurde umgeplant. Gruppenunterricht wurde zu Einzelunterricht, Computer und Kameras wurden eingerichtet, es wurden Videochatanbieter zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen abgesprochen, es wurden Tutorials für die Schüler*innen auf Video eingespielt und der Unterricht fand nun online statt. Bis auf typische Einschränkungen durch die Technik funktionierte das überwiegend gut.

 

Natürlich hoffen wir alle, dass die Pandemie bald ausgestanden ist und wir wieder in die Normalität zurückkehren können, aber wir wissen uns und unseren Schülern*innen zu helfen. Denn gerade in Zeiten des Abstandsgebotes oder sogar des Kontaktverbotes ist das Spielen und Üben eines Instrumentes ein großer Trost und kann das eigene Leben ungemein bereichern. Vielleicht richtet sich der Fokus dann weniger auf die Präsentation des eigenen Könnens, sondern eher auf die eigenen Fortschritte, den Klang und das gelebte Spielauf dem Instrument.

… womit wir wieder am Anfang des Musikuß-Konzeptes wären.

„Musik begreifen wir als einen lebendigen, freudigen Lebensausdruck, jenseits von technischen, manchmal elitären Leistungsgedanken. So sind uns Freude und spielerische Gelöstheit zentrale Zugangswege zur Musik.“

… und im Umkehrschluss die Musik ein zentraler Zugangsweg zu unserer Freude und Gelöstheit